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D&O-Versicherung
D&O-Versicherung für Geschäftsführer | Hans Kurtzweg
Managerhaftpflicht · Geschäftsführerhaftung · Organhaftung

D&O-Versicherung: persönliche Haftung von Geschäftsführern und Organmitgliedern absichern

Geschäftsführer, Vorstände und Aufsichtsräte haften bei Pflichtverletzungen grundsätzlich persönlich. Die D&O-Versicherung schützt das Privatvermögen, finanziert die Anspruchsabwehr und übernimmt berechtigte Vermögensschäden im Rahmen der vereinbarten Deckung.

👔Leitung⚖️Haftung🏢Innenhaftung🛡️Abwehr

Das Wichtigste in Kürze

Die D&O ist eine Vermögensschaden-Haft­pflichtversicherung für Organmitglieder. Besonders wichtig sind Innenhaftung, Insolvenzverwalteransprüche, Claims-made-Prinzip, Rückwärtsdeckung, Nachmeldefrist, Eigenschadenklauseln und eine ausreichend hohe Versicherungssumme.

Hans Kurtzweg

Fachlich geprüft von Hans Kurtzweg

Unabhängiger Ver­sicherungs­makler mit mehr als 30 Jahren Berufserfahrung. Beratung in Trebbin, Brandenburg, Berlin und bundesweit.

Aktualisiert am 24. Juli 2026

Wer ist versichert?

Geschäftsführung

Geschäftsführer, Vorstände und faktische Organpersonen.

Kontrollorgane

Aufsichtsräte, Beiräte und vergleichbare Gremien.

Leitungsebene

Prokuristen und leitende Angestellte, soweit ausdrücklich eingeschlossen.

Innenhaftung und Außenhaftung

Innenhaftung

Das eigene Unternehmen oder der Insolvenzverwalter nimmt das Organmitglied in Anspruch.

Außenhaftung

Gläubiger, Anteilseigner, Behörden oder sonstige Dritte erheben Ansprüche.

Typische Pflichtverletzungen

  • unzureichende Organisation und Kontrolle
  • fehlende Compliance-Strukturen
  • fehlerhafte Investitions- oder Finanzierungsentscheidungen
  • verspätete Reaktion auf Unternehmenskrisen
  • unzureichende IT- und Datenschutzorganisation
  • fehlerhafte Überwachung von Mitarbeitern oder Tochtergesellschaften
Wichtig: Eine wirtschaftlich schlechte Entscheidung ist nicht automatisch eine Pflichtverletzung. Entscheidend sind Informationsgrundlage, Sorgfalt und Unternehmensinteresse.

Claims-made, Rückwärtsdeckung und Nachmeldefrist

  • Claims-made: Anspruchserhebung während der Versicherungszeit
  • Rückwärtsdeckung für unbekannte frühere Pflichtverletzungen
  • Nachmeldefrist nach Vertragsende
  • Umstandsmeldung für erkennbare mögliche Schäden
  • Run-off bei Verkauf, Liquidation oder Managementwechsel

Insolvenz ist ein zentraler D&O-Schadenbereich

In der Krise steigen Ansprüche wegen verspätetem Insolvenzantrag, Zahlungen nach Insolvenzreife, unzureichender Liquiditätskontrolle und fehlender Dokumentation. Insolvenzverwalter prüfen Organhaftung regelmäßig sehr genau.

Versicherungssumme realistisch bestimmen

  • Bilanzsumme und Umsatz
  • Eigenkapital und Fremdfinanzierung
  • Unternehmens- und Konzernstruktur
  • Anzahl der Organmitglieder
  • Insolvenz- und Krisenrisiken
  • Ausland und regulatorische Anforderungen
  • mögliche Serienschäden

Wichtige Zusatzbausteine

Strafrechtsschutz

Verteidigungskosten in bestimmten Straf- und Ordnungswidrigkeitenverfahren.

Anstellungsvertragsrechtsschutz

Streitigkeiten um Abberufung, Kündigung, Vergütung und Dienstvertrag.

Persönliche D&O

Individuelle Zusatzdeckung unabhängig vom Unternehmensvertrag.

Abgrenzung zu anderen Gewerbeversicherungen

  • Betriebshaftpflicht: Per­sonen-, Sach- und Vermögensfolgeschäden
  • Vermögensschaden-Haft­pflicht: Fehler in der beruflichen Leistung
  • Cyberversicherung: Forensik, Daten, Krisen- und Betriebsunterbrechungskosten
  • Gewerberechtsschutz: Durchsetzung eigener Rechte

Häufige Lücken

  • Innenhaftung nur eingeschränkt
  • Eigenschadenklausel fehlt
  • Nachmeldefrist zu kurz
  • ausgeschiedene Organmitglieder unzureichend geschützt
  • Insolvenzrisiken nur mit kleinem Sublimit
  • Tochtergesellschaften nicht vollständig erfasst
  • Versicherungssumme zu niedrig
  • Anstellungsvertragsrechtsschutz wird mit D&O verwechselt
Grundsatz: Erst Organstruktur, Haftungsszenarien und zeitliche Risiken erfassen. Danach Bedingungen, Summen und Zusatzbausteine ver­gleichen.

D&O-Beratung in Trebbin und bundesweit

Für Geschäftsführer, Vorstände, Aufsichtsräte und Unternehmen in Trebbin, Teltow-Fläming, Brandenburg, Berlin und digital bundesweit.

Häufig gestellte Fragen zur D&O-Versicherung

Was ist eine D&O-Versicherung?

Die D&O-Versicherung ist eine Vermögensschaden-Haft­pflichtversicherung für Organmitglieder und leitende Entscheidungsträger. Sie schützt vor persönlichen Haftungsansprüchen aus Pflichtverletzungen bei der Unternehmensleitung.

Wofür steht D&O?

D&O steht für Directors and Officers Liability Insurance.

Wer ist typischerweise versichert?

Geschäftsführer, Vorstände, Aufsichtsräte, Beiräte, Stiftungsorgane und weitere ausdrücklich benannte leitende Entscheidungsträger.

Wer schließt die D&O-Versicherung ab?

Typischerweise schließt das Unternehmen die Police zugunsten seiner Organmitglieder und versicherten Per­sonen ab.

Ist die D&O eine persönliche Versicherung des Geschäftsführers?

Wirtschaftlich schützt sie die persönliche Haftung des Organmitglieds, Versicherungsnehmer ist jedoch regelmäßig das Unternehmen.

Welche Schäden deckt die D&O?

Sie deckt reine Vermögensschäden aus versicherten Pflichtverletzungen, also finanzielle Schäden ohne vorausgehenden Per­sonen- oder Sachschaden.

Was ist Innenhaftung?

Innenhaftung liegt vor, wenn das Unternehmen oder ein Insolvenzverwalter Ansprüche gegen ein Organmitglied geltend macht.

Was ist Außenhaftung?

Außenhaftung liegt vor, wenn Dritte wie Gläubiger, Behörden, Anteilseigner oder Geschäftspartner Ansprüche gegen das Organmitglied erheben.

Welche Haftung ist in der Praxis besonders wichtig?

Innenhaftungsfälle sind besonders bedeutsam, weil Unternehmen oder Insolvenzverwalter häufig unmittelbar gegen Organmitglieder vorgehen.

Welche Aufgabe hat der D&O-Versicherer?

Er prüft die Haftung, wehrt unbegründete Ansprüche ab und stellt von berechtigten Ansprüchen frei.

Was bedeutet passiver Rechtsschutz?

Die D&O übernimmt im versicherten Umfang die außergerichtliche und gerichtliche Abwehr unberechtigter Schadenersatzansprüche.

Welche Pflichtverletzungen sind versicherbar?

Zum Beispiel Organisations-, Kontroll-, Überwachungs-, Auswahl-, Informations-, Compliance-, Investitions- oder Finanzierungsfehler.

Sind Fehlentscheidungen automatisch versichert?

Nicht jede wirtschaftlich schlechte Entscheidung ist eine Pflichtverletzung. Entscheidend ist, ob gesetzliche oder satzungsmäßige Pflichten verletzt wurden.

Was ist die Business Judgment Rule?

Unternehmerische Entscheidungen können geschützt sein, wenn das Organmitglied vernünftigerweise annehmen durfte, auf angemessener Informationsgrundlage zum Wohl der Gesellschaft zu handeln.

Gilt die Business Judgment Rule für Geschäftsführer?

Sie ist gesetzlich ausdrücklich für Vorstände geregelt, wird aber in ihrer Grundidee auch bei Geschäftsführern berücksichtigt.

Was ist Organisationsverschulden?

Organisationsverschulden liegt vor, wenn Zuständigkeiten, Kontrollen, Prozesse oder Überwachung unzureichend eingerichtet wurden.

Sind Compliance-Verstöße versichert?

Haftungsansprüche aus fahrlässigen Compliance-Verstößen können versichert sein. Vorsätzliche Pflichtverletzungen bleiben ausgeschlossen.

Sind Datenschutzverstöße versichert?

Persönliche Haftungsansprüche gegen Organmitglieder wegen Organisations- oder Überwachungsfehlern können versichert sein. Eigene Cyber- und Krisenkosten gehören in eine Cyberversicherung.

Sind Kartellrechtsverstöße versichert?

Abwehrkosten und bestimmte Haftungsansprüche können eingeschlossen sein. Bußgelder und vorsätzliche Verstöße sind regelmäßig ausgeschlossen.

Sind Steuerhaftungsansprüche versichert?

Persönliche Haftungsansprüche wegen steuerlicher Pflichtverletzungen können je nach Bedingungen erfasst sein. Steuern, Säumniszuschläge und Bußgelder selbst sind häufig ausgeschlossen.

Sind Sozialversicherungsbeiträge versichert?

Persönliche Haftungsansprüche können geprüft werden. Nicht abgeführte Beiträge selbst sind regelmäßig nicht als versicherter Schaden anzusehen.

Sind Insolvenzverschleppungsansprüche versichert?

Haftungsansprüche im Zusammenhang mit verspäteter Insolvenzantragstellung können je nach Bedingungen erfasst sein. Vorsatz und bekannte Krisenlagen sind besonders kritisch.

Sind Zahlungen nach Insolvenzreife versichert?

Ansprüche wegen verbotener Zahlungen nach Insolvenzreife können versichert sein, wenn kein Ausschluss greift. Insolvenzbezogene Sublimits sind häufig zu prüfen.

Was ist ein Insolvenzverwalteranspruch?

Der Insolvenzverwalter macht Ansprüche des Unternehmens gegen frühere oder aktuelle Organmitglieder geltend.

Sind Ansprüche von Gesellschaftern versichert?

Ja, soweit gesetzliche Haftung besteht und keine besonderen Ausschlüsse greifen.

Sind Ansprüche zwischen versicherten Per­sonen gedeckt?

Solche Innenansprüche können ausgeschlossen oder nur über besondere Klauseln gedeckt sein.

Was ist eine Eigenschadenklausel?

Sie kann Ansprüche des Versicherungsnehmers oder verbundener Unternehmen gegen versicherte Per­sonen ausdrücklich einbeziehen.

Warum ist die Eigenschadenklausel wichtig?

Weil ein großer Teil der D&O-Schäden aus Ansprüchen des eigenen Unternehmens oder Insolvenzverwalters entsteht.

Sind Tochtergesellschaften mitversichert?

Sie müssen ausdrücklich als versicherte Unternehmen benannt oder über eine Konzernklausel erfasst sein.

Sind neu gegründete Tochtergesellschaften automatisch versichert?

Manche Tarife bieten zeitlich begrenzte Vorsorge. Meldefristen und Ländergrenzen sind zu beachten.

Sind ausländische Tochtergesellschaften versichert?

Nur bei passendem räumlichen Geltungsbereich und ausdrücklicher Einbeziehung.

Sind Beiräte mitversichert?

Beiräte können eingeschlossen sein, wenn sie als versicherte Per­sonen definiert sind.

Sind Prokuristen mitversichert?

Prokuristen und leitende Angestellte können je nach Bedingungen eingeschlossen sein.

Sind faktische Geschäftsführer versichert?

Manche Tarife erfassen auch faktische Organpersonen. Die Definition ist entscheidend.

Sind ausgeschiedene Organmitglieder versichert?

Ja, wenn Rückwärtsdeckung und Nachmeldefrist ausreichend gestaltet sind.

Was ist das Claims-made-Prinzip?

Versicherungsschutz hängt regelmäßig davon ab, wann ein Anspruch erstmals gegen eine versicherte Person erhoben wird.

Was ist eine Rückwärtsdeckung?

Sie kann unbekannte Pflichtverletzungen aus der Zeit vor Vertragsbeginn einschließen.

Was ist eine Nachmeldefrist?

Sie regelt, wie lange nach Vertragsende noch Ansprüche aus früheren Pflichtverletzungen gemeldet werden können.

Was ist eine unbegrenzte Nachmeldefrist?

Sie bietet grundsätzlich zeitlich offenen Schutz für während der Vertragszeit begangene Pflichtverletzungen, soweit gesetzliche Verjährung und Bedingungen dies zulassen.

Was ist eine Umstandsmeldung?

Ein möglicher späterer Haftungsfall wird vorsorglich während der Vertragslaufzeit gemeldet.

Warum ist die Umstandsmeldung wichtig?

Sie kann einen späteren Anspruch zeitlich dem laufenden Vertrag zuordnen.

Was passiert beim Versichererwechsel?

Alter und neuer Vertrag müssen hinsichtlich Claims-made, Rückwärtsdeckung, Nachmeldefrist und bekannten Umständen abgestimmt werden.

Was ist ein Serienschaden?

Mehrere Ansprüche aus derselben oder einer zusammenhängenden Pflichtverletzung können als ein Versicherungsfall gelten.

Wie hoch sollte die Versicherungssumme sein?

Sie sollte zu Bilanzsumme, Umsatz, Eigenkapital, Fremdfinanzierung, Organstruktur, Branche und möglichen Innenhaftungsansprüchen passen.

Reicht eine Million Euro Versicherungssumme?

Das kann für kleinere Unternehmen genügen, bei komplexeren Strukturen oder Krisenrisiken aber deutlich zu niedrig sein.

Was ist die Jahreshöchstleistung?

Sie begrenzt die Gesamtleistung für alle Versicherungsfälle eines Versicherungsjahres.

Was bedeutet Maximierung?

Die Maximierung gibt an, wie oft die Versicherungssumme pro Versicherungsjahr insgesamt zur Verfügung steht.

Gibt es Selbst­behalte?

Ja. Je nach Tarif kann ein fester oder prozentualer Selbst­behalt gelten.

Gilt für Vorstände ein gesetzlicher Selbst­behalt?

Für Vorstandsmitglieder von Aktiengesellschaften sieht § 93 Absatz 2 Satz 3 AktG grundsätzlich einen Selbst­behalt von mindestens zehn Prozent des Schadens bis zu mindestens dem Eineinhalbfachen der festen jährlichen Vergütung vor.

Gilt der gesetzliche Selbst­behalt auch für GmbH-Geschäftsführer?

Nein. Für GmbH-Geschäftsführer besteht kein entsprechender allgemeiner gesetzlicher Pflichtselbstbehalt.

Kann der Selbst­behalt separat versichert werden?

Für den gesetzlichen Vorstands-Selbst­behalt gibt es persönliche Selbst­behaltversicherungen.

Sind Abwehrkosten in der Versicherungssumme enthalten?

Je nach Tarif werden sie innerhalb oder zusätzlich zur Versicherungssumme getragen.

Sind Strafrechtsschutzkosten versichert?

Viele D&O-Policen enthalten begrenzten Strafrechtsschutz oder Verfahrenskostenbausteine.

Was ist Spezial-Strafrechtsschutz?

Er übernimmt Verteidigungskosten in bestimmten Straf- und Ordnungswidrigkeitenverfahren, soweit die Voraussetzungen erfüllt sind.

Sind Bußgelder versichert?

Bußgelder und Geldstrafen sind grundsätzlich nicht oder nur soweit rechtlich zulässig versicherbar.

Sind Kosten interner Untersuchungen versichert?

Je nach Tarif können Kosten interner Ermittlungen, Krisenmanagement oder externer Berater eingeschlossen sein.

Sind PR-Kosten versichert?

Einige Tarife übernehmen Krisenkommunikations- oder Reputationskosten bis zu Sublimits.

Sind Gehaltsfortzahlungen während Freistellung versichert?

Das ist kein typischer D&O-Schaden. Anstellungsvertragsrechtsschutz kann ergänzend relevant sein.

Was ist Anstellungsvertragsrechtsschutz?

Er unterstützt Organmitglieder bei Streitigkeiten aus ihrem Dienst- oder Anstellungsvertrag, etwa Abberufung, Vergütung oder Kündigung.

Ist Anstellungsvertragsrechtsschutz automatisch enthalten?

Nein. Er ist häufig ein separater Baustein oder eigener Vertrag.

Was ist persönliche D&O?

Eine persönliche D&O wird vom Organmitglied selbst abgeschlossen und kann individuellen Schutz ergänzen.

Warum kann persönliche D&O sinnvoll sein?

Sie kann unabhängig vom Unternehmen zusätzlichen Schutz, eigene Versicherungssumme oder Nachhaftung bieten.

Was ist Side-A-Deckung?

Sie schützt versicherte Per­sonen, wenn das Unternehmen sie rechtlich oder tatsächlich nicht freistellen kann.

Was ist Side-B-Deckung?

Sie erstattet dem Unternehmen Aufwendungen, wenn es Organmitglieder freigestellt hat.

Was ist Side-C-Deckung?

Sie kann bestimmte Ansprüche gegen das Unternehmen selbst abdecken, häufig im Zusammenhang mit Kapitalmarktrisiken.

Ist Side-C für jedes Unternehmen relevant?

Nein. Sie ist besonders bei kapitalmarktorientierten Unternehmen von Bedeutung.

Was ist eine Excedenten-D&O?

Sie stellt zusätzliche Versicherungssumme oberhalb einer Grunddeckung bereit.

Was ist eine Run-off-Deckung?

Sie schützt ausgeschiedene Organmitglieder oder verkaufte Unternehmensteile für frühere Pflichtverletzungen.

Wann ist Run-off besonders wichtig?

Bei Unternehmensverkauf, Verschmelzung, Liquidation, Managementwechsel oder Vertragsbeendigung.

Was ist eine Change-of-Control-Klausel?

Sie regelt den Versicherungsschutz bei Eigentümerwechsel oder Kontrolländerung.

Was passiert bei Unternehmensverkauf?

Der bisherige Vertrag kann in Run-off übergehen. Neue Entscheidungen nach dem Kontrollwechsel benötigen häufig neuen Schutz.

Was passiert bei Liquidation?

Frühere Pflichtverletzungen können noch Jahre später Ansprüche auslösen. Eine ausreichend lange Run-off-Deckung ist wichtig.

Was passiert bei Insolvenz des Versicherungsnehmers?

Die D&O soll gerade in dieser Situation Schutz für Organmitglieder bieten. Prämienzahlung und Fortbestand des Vertrags müssen jedoch geprüft werden.

Kann der Insolvenzverwalter die D&O in Anspruch nehmen?

Er kann Ansprüche gegen Organmitglieder geltend machen; die D&O prüft und reguliert im Rahmen der Bedingungen.

Sind vorsätzliche Pflichtverletzungen versichert?

Nein. Vorsatz ist ausgeschlossen.

Was passiert bei nur behauptetem Vorsatz?

Bis zur rechtskräftigen Feststellung kann Abwehrschutz bestehen. Nach Feststellung kann der Versicherer Leistungen zurückfordern.

Sind wissentliche Pflichtverletzungen versichert?

Viele Tarife schließen wissentlich begangene Pflichtverletzungen aus.

Was ist der Unterschied zwischen Vorsatz und Wissentlichkeit?

Vorsatz bezieht sich auf Handlung und Schadenserfolg, Wissentlichkeit auf das bewusste Verletzen einer Pflicht. Die Abgrenzung ist rechtlich anspruchsvoll.

Sind grob fahrlässige Pflichtverletzungen versichert?

Ja, grobe Fahrlässigkeit ist typischerweise versichert, sofern kein besonderer Ausschluss greift.

Sind persönliche Bereicherung und Vorteilsannahme versichert?

Unrechtmäßige persönliche Bereicherung ist regelmäßig ausgeschlossen.

Sind Kartellbußgelder versichert?

Nein. Verteidigungskosten können teilweise versichert sein.

Sind Ansprüche wegen unterlassener Kontrolle versichert?

Ja, wenn eine versicherte Überwachungs- oder Organisationspflicht verletzt wurde.

Sind Fehlentscheidungen bei Investitionen versichert?

Sie können versichert sein, wenn eine Pflichtverletzung vorliegt, etwa unzureichende Informationsgrundlage oder fehlende Kontrolle.

Sind M&A-Fehler versichert?

Pflichtverletzungen bei Unternehmenskäufen oder -verkäufen können versichert sein. Transaktionsgarantien gehören in eine W&I-Versicherung.

Was ist W&I-Versicherung?

Sie sichert Garantien und Freistellungen aus Unternehmenskaufverträgen und ist von D&O zu unterscheiden.

Sind ESG- und Nachhaltigkeitsrisiken relevant?

Ja. Fehlerhafte Berichterstattung, unzureichende Kontrolle oder irreführende Aussagen können Organhaftungsansprüche auslösen.

Sind Cybervorfälle ein D&O-Risiko?

Ja. Unzureichende IT-Sicherheitsorganisation oder fehlende Reaktion kann persönliche Haftung auslösen. Eigene Cyberkosten gehören jedoch in die Cyberversicherung.

Sind Datenschutzbußgelder D&O-versichert?

Bußgelder sind grundsätzlich nicht versichert. Abwehrkosten und persönliche Haftungsansprüche können je nach Tarif relevant sein.

Was ist der Unterschied zur Betriebshaftpflicht?

Die Betriebshaftpflicht schützt vor Per­sonen-, Sach- und Vermögensfolgeschäden. Die D&O schützt Organmitglieder vor reinen Vermögensschäden aus Managementpflichtverletzungen.

Was ist der Unterschied zur Vermögensschaden-Haft­pflicht?

Die Vermögensschaden-Haft­pflicht schützt vor Fehlern in der beruflichen Leistung. Die D&O schützt vor Fehlern in Leitung, Kontrolle und Organisation.

Was ist der Unterschied zum Gewerberechtsschutz?

Rechtsschutz finanziert die Durchsetzung eigener Rechte. Die D&O wehrt Schadenersatzansprüche gegen Organmitglieder ab.

Was ist der Unterschied zur Cyberversicherung?

Cyber deckt Forensik, Wiederherstellung, Betriebsunterbrechung und Cyberhaftpflicht. D&O deckt persönliche Organhaftung wegen Managementfehlern.

Welche Unterlagen werden für ein Angebot benötigt?

Unternehmensdaten, Organstruktur, Jahresabschlüsse, Branche, Konzernstruktur, Vorschäden, Insolvenzrisiken, internationale Tätigkeit und gewünschte Versicherungssumme.

Warum werden Jahresabschlüsse verlangt?

Sie helfen, finanzielle Stabilität, Unternehmensgröße und mögliches Haftungspotenzial zu beurteilen.

Warum werden Vorschäden abgefragt?

Bekannte Ansprüche und Umstände beeinflussen Annahme, Ausschlüsse, Prämie und Rückwärtsdeckung.

Was ist ein bekannter Umstand?

Ein Sachverhalt, aus dem vernünftigerweise ein späterer Haftungsanspruch entstehen kann.

Was passiert bei falschen Angaben im Antrag?

Unrichtige oder unvollständige Angaben können zu Vertragsanpassung, Rücktritt, Kündigung oder Leistungsproblemen führen.

Was muss im Schadenfall getan werden?

Anspruch oder kritischen Umstand unverzüglich melden, Unterlagen sichern und keine Haftung ohne Abstimmung anerkennen.

Soll ein Geschäftsführer Ansprüche selbst anerkennen?

Nein. Der Versicherer sollte Haftung, Schadenhöhe und Kausalität prüfen.

Welche Unterlagen werden im Schadenfall benötigt?

Anspruchsschreiben, Organbeschlüsse, Verträge, Protokolle, Berichte, Jahresabschlüsse, E-Mails und Dokumentation der Entscheidungsgrundlage.

Wie wichtig sind Protokolle und Dokumentation?

Sehr wichtig. Sie können belegen, dass Entscheidungen informiert, sorgfältig und auf Grundlage angemessener Informationen getroffen wurden.

Was kostet eine D&O-Versicherung?

Der Beitrag hängt von Unternehmensgröße, Branche, Bilanz, Finanzlage, Versicherungssumme, Konzernstruktur, Ausland, Vorschäden und gewünschten Bausteinen ab.

Welche D&O-Versicherung ist die beste?

Entscheidend sind Definition der versicherten Per­sonen, Innenhaftung, Rückwärtsdeckung, Nachmeldefrist, Insolvenzschutz, Eigenschadenklauseln, Sublimits und ausreichende Versicherungssumme.

Welche Unterlagen benötigt Hans Kurtzweg?

Unternehmensstruktur, Organliste, Jahresabschlüsse, bestehende D&O, Vorschäden, Beteiligungen, internationale Tätigkeit und gewünschte Versicherungssumme.

Berät Hans Kurtzweg nur in Trebbin?

Nein. Die Beratung erfolgt in Trebbin, Teltow-Fläming, Brandenburg, Berlin und digital bundesweit.

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Ich prüfe Organstruktur, Innenhaftung, Insolvenzrisiken, Rückwärtsdeckung, Nachmeldefrist und passende Versicherungssummen.

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