Starkregen. Gut vorbereitet, bevor Wasser ins Haus kommt.
Du kannst Schwachstellen früh erkennen, Dein Eigentum besser schützen und im Ernstfall sicher handeln. Hier findest Du die wichtigsten Schritte für Haus, Wohnung und Keller.
Gefahren erkennen
Wasserwege, tiefe Zugänge und Entwässerung am eigenen Gebäude ansehen.
Schäden verringern
Mit sinnvollen Vorkehrungen und rechtzeitiger Wartung beginnen.
Sicher reagieren
Menschen schützen und die nächsten Schritte nach dem Ereignis kennen.
So kann Starkregen Dein Zuhause treffen
Wasser findet unterschiedliche Wege. Deshalb lohnt sich eine Prüfung von Gebäude und Grundstück aus mehreren Blickrichtungen.
Über die Oberfläche
Wasser fließt über Straßen, Höfe oder Hänge zu Türen, Kellerfenstern, Lichtschächten und Garageneinfahrten.
Aus dem Abwassersystem
Bei Rückstau kann Abwasser durch tiefer liegende Abläufe, Waschbecken oder Toiletten ins Gebäude gelangen.
Durch undichte Bauteile
Ansteigendes Grundwasser oder aufstauendes Sickerwasser kann durch Fugen und unzureichend abgedichtete Bauteile eindringen.
Sechs Prüfpunkte für Deine Starkregenvorsorge
Beginne mit einem ruhigen Rundgang. Technische Lösungen lässt Du passend zum Gebäude planen. Als Mieter meldest Du auffällige Stellen Deiner Hausverwaltung oder Deinem Vermieter.
- Lage und Fließwege ansehen
Wo sammelt sich Wasser? Haben Einfahrt, Hof oder Nachbarflächen Gefälle zu Deinem Haus? Frage bei Deiner Kommune nach Starkregenkarten und örtlichen Hinweisen.
- Zugänge und Lichtschächte prüfen
Lass tiefe Türen, Fenster, Kellerabgänge und Lichtschächte auf geeignete Schutzmöglichkeiten prüfen. Schwellen und Abdichtungen müssen zur Nutzung und Barrierefreiheit passen.
- Rückstau fachlich absichern
Beauftrage einen Fachbetrieb mit der Prüfung von Rückstauebene, Rückstauverschluss oder Hebeanlage. Auch die Dach- und Hofentwässerung muss korrekt angeschlossen sein.
- Abläufe frei und Anlagen gewartet halten
Reinige gefahrlos erreichbare private Abläufe und Rinnen. Lass Dachrinnen und technische Anlagen bei Bedarf fachlich warten. Hebe Wartungsnachweise auf.
- Werte und Haustechnik schützen
Lagere Unterlagen und empfindliche Gegenstände erhöht. Lass Heizungs- und Elektroanlagen sowie gegebenenfalls Öltanks auf geeigneten Schutz und Auftriebssicherung prüfen.
- Warnungen und Zuständigkeiten klären
Richte Warnungen für Deinen Wohnort ein. Besprich mit Haushalt oder Betrieb, wer sich um Kinder, unterstützungsbedürftige Personen und die sichere Alarmierung kümmert.
Deine Sicherheit geht vor
Bleib in sicheren Bereichen
Meide volllaufende und überflutete Keller, Tiefgaragen und Unterführungen. Wasser kann elektrische Anlagen unter Spannung setzen. Der Wasserdruck kann Türen blockieren.
Bringe Menschen frühzeitig in höher gelegene sichere Bereiche. Fahre nicht durch überflutete Straßen und beachte Absperrungen sowie die Anweisungen der Einsatzkräfte.
Sicher zurück. Dann dokumentieren und handeln.
- 01
Sicherheit prüfen
Betroffene Räume erst betreten, wenn es sicher ist. Elektroanlagen, Geräte und beschädigte Bausubstanz durch geeignete Fachleute prüfen lassen.
- 02
Schaden festhalten
Fotos und eine Liste der Schäden anfertigen, soweit gefahrlos möglich. Versicherer zeitnah informieren, Belege sichern und Reparaturen sowie Entsorgung abstimmen.
- 03
Weitere Schäden begrenzen
Sichere, zumutbare Sofortmaßnahmen treffen. Trocknung fachlich organisieren. Vor dem Abpumpen klären lassen, ob Wasser- und Grundwasserdruck ausreichend zurückgegangen sind.
Zu frühes Abpumpen kann das Gebäude beschädigen. Außen anstehendes Wasser kann gegen Wände und Bodenplatte drücken. Bei Unsicherheit Feuerwehr oder Baufachleute einbeziehen.
Passt Dein Schutz zu den möglichen Wasserwegen?
Gebäude und Hausrat getrennt prüfen
Für das Haus und fest verbundene Bestandteile ist die Wohngebäudeversicherung zuständig. Bewegliche Sachen wie Möbel, Kleidung und Geräte gehören grundsätzlich zur Hausratversicherung.
In beiden Verträgen muss der passende Elementarschutz vereinbart sein. Entscheidend sind die versicherte Ursache und die Bedingungen für Überschwemmung oder Rückstau.
Das sagen meine Kunden
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Google-Bewertungen ansehenHäufige Fragen zu Starkregen und Schadenverhütung
Was ist Starkregen?
Starkregen bedeutet, dass in kurzer Zeit sehr viel Regen fällt. Der Deutsche Wetterdienst warnt beispielsweise bei erwarteten 15 bis 25 Litern je Quadratmeter innerhalb einer Stunde oder 20 bis 35 Litern innerhalb von sechs Stunden vor markantem Starkregen. Stärkere Ereignisse haben höhere Warnstufen. Ob Wasser ins Haus gelangt, hängt auch von Gelände, Boden und Entwässerung ab.
Bin ich auch ohne Fluss oder Bach in der Nähe gefährdet?
Ja. Regenwasser kann auch fern von Gewässern über Straßen, Höfe und Hänge abfließen und sich in Senken sammeln. Besonders gefährdet sind tiefe Eingänge, Keller, Souterrainwohnungen und Tiefgaragen. Örtliche Starkregenkarten und eine Prüfung am Gebäude helfen, die Situation besser einzuordnen.
Wie kommt das Wasser ins Haus?
Häufig fließt Wasser oberirdisch durch Türen, Kellerfenster, Lichtschächte oder Garageneinfahrten hinein. Bei Rückstau tritt es aus Bodenabläufen oder Sanitäreinrichtungen aus. Zusätzlich können Grund- und Sickerwasser durch undichte Bauteile eindringen. Jede Ursache braucht passende bauliche Maßnahmen und eine eigene Prüfung des Versicherungsschutzes.
Welche Rückstausicherung brauche ich und wie oft muss sie gewartet werden?
Das hängt von der Nutzung, den angeschlossenen Entwässerungsstellen, der Abwasserart und der örtlichen Rückstauebene ab. Ein Fachbetrieb muss prüfen, ob ein Rückstauverschluss geeignet ist oder eine Hebeanlage benötigt wird. Für Einbau und Wartung gelten die einschlägigen technischen Vorgaben, Herstellerangaben, örtlichen Satzungen und vertraglichen Vereinbarungen. Lass Wartungen dokumentieren und stimme die Intervalle fachlich ab.
Welche Vorsorge kann ich selbst beginnen?
Halte private Abläufe und Entwässerungsrinnen frei, lagere empfindliche Sachen und wichtige Unterlagen höher und prüfe gefahrlos zugängliche Schwachstellen. Melde verstopfte öffentliche Gullys der zuständigen Stelle. Für Dacharbeiten, Abdichtungen, Öltanks und die Entwässerungsanlage beauftragst Du geeignete Fachleute. Als Mieter informierst Du Vermieter oder Hausverwaltung über erkennbare Mängel.
Wie erhalte ich rechtzeitig Warnungen?
Nutze amtliche Wetterwarnungen und eine Warn-App wie NINA oder WarnWetter. Richte Deine Orte und Benachrichtigungen ein und beachte zusätzlich örtliche Durchsagen. Starkregen lässt sich räumlich und zeitlich oft erst kurzfristig eingrenzen. Deshalb sollten die wichtigsten Vorsorgemaßnahmen bereits vor einer Warnung erledigt sein.
Was mache ich, wenn Wasser in den Keller läuft?
Bringe Dich und andere in höher gelegene sichere Bereiche. Betritt keinen überfluteten oder volllaufenden Keller und keine Tiefgarage. Es drohen Stromschläge und durch Wasserdruck blockierte Türen. Schalte Strom nur frühzeitig von einem trockenen, sicheren Ort aus ab. Bei akuter Gefahr für Menschen rufst Du 112. Beachte die Anweisungen der Einsatzkräfte.
Was sollte ich nach der Überflutung tun?
Betritt betroffene Bereiche erst, wenn dies sicher ist. Lass elektrische Anlagen und beschädigte Geräte fachlich prüfen. Dokumentiere Schäden, soweit gefahrlos möglich, und melde sie zeitnah dem Versicherer. Stimme Reparaturen und die Entsorgung beschädigter Sachen ab und begrenze weitere Schäden mit sicheren, zumutbaren Maßnahmen. Vor dem Abpumpen muss geklärt sein, dass der äußere Wasser- und Grundwasserdruck ausreichend zurückgegangen ist.
Welche Versicherung kann bei Starkregen helfen?
Für Schäden am Gebäude brauchst Du den passenden Elementarschutz in der Wohngebäudeversicherung. Für bewegliche Sachen kommt der entsprechende Baustein in der Hausratversicherung infrage. Überschwemmung und Rückstau müssen bedingungsgemäß versichert sein. Prüfe Selbstbeteiligung, Wartezeiten, Ausschlüsse und Sicherungspflichten. Mehr dazu unter Naturgefahren versichern.
Sind Grundwasser und Regen durch ein offenes Fenster mitversichert?
Das darfst Du nicht voraussetzen. Drückendes Grundwasser ohne bedingungsgemäße Überschwemmung ist regelmäßig kein versicherter Elementarschaden. Auch unmittelbar durch offene Fenster oder undichte Bauteile eindringender Regen ist gesondert zu beurteilen. Erweiterte Tarife können zusätzliche Leistungen vorsehen. Entscheidend sind der konkrete Schadenweg und die vereinbarten Bedingungen.
Meine Wohngebäudeversicherung ist teurer geworden. Was kann ich tun?
Sende mir die Beitragsmitteilung und Deinen Versicherungsschein. Wir prüfen Gebäudedaten, versicherte Werte, Elementarschutz, Selbstbeteiligung und passende Alternativen gemeinsam. Beitrag und Leistungsumfang gehören zusammen. Über Wohngebäudeversicherung anfragen kannst Du die wichtigsten Daten übermitteln.
Kennst Du schon meinen kostenlosen Newsletter?
In meinem kostenlosen Newsletter erhältst Du verständliche Informationen zu Versicherungen, Vorsorge und Finanzierung. Kostenlos, ohne tägliche Werbeflut und jederzeit abbestellbar.
Vorsorge beginnen. Versicherungsschutz klären.
Nutze die Checkliste für Dein Zuhause. Wenn Du Deinen Elementarschutz besprechen möchtest, halte Deine Gebäude- und Hausratpolice sowie Hinweise zur bisherigen Entwässerung bereit. Technische Maßnahmen planst Du mit geeigneten Fachbetrieben.
Allgemeine Orientierung zur Schadenverhütung. Örtliche Vorgaben, Bauzustand und fachliche Planung sind zu berücksichtigen. Für den Versicherungsschutz sind Antrag, Versicherungsschein und vereinbarte Bedingungen maßgeblich.
Redaktionell geprüft am 5. November 2026. Ausgangspunkt ist die bereitgestellte StEB-Köln-PDF „FAQ Starkregen“ vom Juli 2017. Die Hinweise wurden neu formuliert, überregional eingeordnet und anhand der folgenden Fachquellen ergänzt.
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