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Sicher unterwegs: Unfällen vorbeugen | Hans Kurtzweg
Alltagswege · Verkehrssicherheit · Hilfe im Notfall

Sicher unterwegs.
Aufmerksam bleiben.
Gut ankommen.

Zur Arbeit, zur Schule oder in der Freizeit: Gute Vorbereitung und Rücksicht machen Deine Wege sicherer. Hier findest Du praktische Tipps für Fußwege, Fahrrad, Auto und öffentliche Verkehrsmittel.

Wege bewusst wählen

Zeitreserve, Wetter und gut einsehbare Übergänge in die Planung einbeziehen.

Aufmerksam bleiben

Sichtbarkeit verbessern, Ablenkung vermeiden und aufeinander Rücksicht nehmen.

Im Notfall handeln

Eigenschutz beachten, passende Hilfe rufen und Unfallfolgen geordnet klären.

Deine täglichen Wege

Drei Bereiche, in denen kleine Routinen helfen

01

Zu Fuß unterwegs

Nutze gut einsehbare Wege und geeignete Querungsstellen. Reflektierende Elemente verbessern Deine Sichtbarkeit bei Dunkelheit. Beobachte den Verkehr auch an Übergängen.

02

Mit Fahrrad und Pedelec

Prüfe Bremsen, Reifen und Beleuchtung. Ein gut sitzender Helm gehört zur sinnvollen Schutzausrüstung. Halte Abstand zu parkenden Fahrzeugen und rechne mit sich öffnenden Türen.

03

Mit dem Auto

Fahre ausgeruht und mit angepasstem Tempo. Sichere Mitfahrende und Gepäck, stelle die Navigation vor der Fahrt ein und plane Pausen. Achte beim Abbiegen und Aussteigen besonders auf andere.

Vorbereiten und vorsorgen

Sechs Prüfpunkte vor Deinem nächsten Weg

  1. Route und Zeit planen

    Wähle einen übersichtlichen Weg und rechne eine Zeitreserve ein. Prüfe bei Bedarf Wetter und Verbindungen. Eine sichere Querung ist einen Umweg wert.

  2. Sicht und Sichtbarkeit prüfen

    Licht am Fahrzeug kontrollieren und Scheiben frei halten. Reflektierende Kleidung oder Zubehör ergänzen die Sichtbarkeit zu Fuß und auf dem Rad.

  3. Ablenkung reduzieren

    Nachrichten und Navigation vor dem Start erledigen. Halte für die Bedienung an einem sicheren Ort an. Musik und Kopfhörer dürfen Deine Wahrnehmung nicht einschränken.

  4. Eigene Verfassung ernst nehmen

    Starte ausgeruht. Bei Müdigkeit sicher unterbrechen und erholen oder anders weiterfahren. Kläre mögliche Medikamentenwirkungen mit Arztpraxis oder Apotheke. Medikamente nicht eigenständig absetzen.

  5. Ausrüstung kontrollieren

    Bremsen, Reifen und Licht regelmäßig prüfen lassen. Helm passend einstellen, Gurte nutzen und Kinder in einem geeigneten, korrekt befestigten Rückhaltesystem sichern. Gepäck gegen Verrutschen sichern.

  6. Hilfe erreichbar machen

    Telefon aufladen und wichtige Kontakte griffbereit halten. Für längere oder unbekannte Wege eine Rückfahrmöglichkeit planen. Erste-Hilfe-Kenntnisse regelmäßig auffrischen.

Rücksicht und Routine

Verkehrsmittel und Situation bewusst unterscheiden

Zu Fuß, mit Rad und Pedelec

Verringere vor unübersichtlichen Stellen Dein Tempo. Suche beim Queren und Abbiegen nach möglichen Konflikten. Gehe nicht davon aus, dass andere Dich bereits gesehen haben.

Übe mit Kindern den Schulweg zu den üblichen Verkehrszeiten. Auf einem neuen Rad oder Pedelec helfen Übungen zum Anfahren, Bremsen und sicheren Absteigen abseits des Verkehrs.

Bus, Bahn und Heimweg

Orientierung behalten und Unterstützung ansprechen

An Haltestellen und unterwegs

Bleibe hinter Sicherheitsmarkierungen und nutze ausschließlich vorgesehene Übergänge. Betritt niemals Gleise, um einen Gegenstand zurückzuholen oder abzukürzen. Informiere stattdessen das Personal.

Halte beim Ein- und Aussteigen Abstand zur Kante, achte auf die Lücke und nutze im Fahrzeug Haltegriffe. Trage Wertsachen in geschlossenen Taschen nah am Körper und behalte Dein Gepäck im Blick.

Versicherungsschutz passend einordnen

Eigene Unfallfolgen und Schäden bei anderen trennen

Haft­pflicht und Fahrzeug

Die Privathaftpflichtversicherung prüft Forderungen, ersetzt berechtigte Ansprüche im Rahmen der versicherten Leistungen und wehrt unberechtigte Ansprüche ab. Gerade dieser Schutz vor unbegründeten Forderungen wird häufig unterschätzt.

Für Kraftfahrzeuge ist der passende Kfz-Haft­pflichtschutz entscheidend. Die Fahrzeugart zählt auch bei E-Scooter und S-Pedelec. Mehr zur Auto­ver­si­che­rung.

Dein nächster Schritt

Bei einem Unfall: erst Sicherheit, dann die weitere Klärung

  1. 01

    Eigenschutz und Überblick

    Gefahren erkennen und die Unfallstelle nur soweit sicher möglich absichern. Bei einem Fahrzeugunfall Warnblinkanlage nutzen und Warnweste anlegen; halte Dich aus dem fließenden Verkehr.

  2. 02

    Hilfe rufen und leisten

    Bei Verletzten oder medizinischem Notfall 112 wählen, Ort und Situation nennen und Rückfragen abwarten. Leiste Erste Hilfe im Rahmen Deiner Möglichkeiten und folge den Hinweisen der Leitstelle.

  3. 03

    Sachverhalt festhalten

    Sobald die Versorgung gesichert ist: Beteiligte, Zeugen, Zeitpunkt und Schäden dokumentieren. Relevante Versicherer zeitnah informieren und vertragliche Melde- und Nachweisfristen beachten.

Persönliche Betreuung

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Häufige Fragen zum sicheren Unterwegssein

Wie werde ich bei Dunkelheit besser gesehen?

Helle Kleidung und reflektierende Elemente an Kleidung, Taschen oder Hilfsmitteln verbessern Deine Sichtbarkeit. Auf dem Fahrrad sind funktionierende Beleuchtung und Reflektoren wichtig. Bleibe trotzdem aufmerksam: Gute Sichtbarkeit bedeutet nicht, dass andere Dich sicher bemerkt haben.

Wie vermeide ich Ablenkung durch das Smartphone?

Stelle Route und Musik vor dem Start ein und lege das Telefon während der Fahrt weg. Halte zum Lesen oder Bedienen an einem sicheren Ort an. Blicke auch zu Fuß beim Überqueren der Straße und an Haltestellen auf Deine Umgebung.

Was mache ich, wenn ich beim Fahren müde werde?

Unterbrich die Fahrt an einem geeigneten sicheren Ort. Erhole Dich ausreichend oder organisiere eine andere Weiterfahrt. Offenes Fenster, laute Musik oder Kaffee ersetzen keinen Schlaf. Wiederkehrende oder unerklärliche Müdigkeit solltest Du ärztlich abklären lassen.

Was sollte ich am Fahrrad oder Pedelec prüfen?

Kontrolliere Bremsen, Reifen, Licht und Reflektoren regelmäßig und lass Mängel fachlich beheben. Nutze einen gut sitzenden Helm. Übe bei einem neuen Fahrzeug Anfahren, Bremsen und Absteigen in geschützter Umgebung und halte Abstand zu parkenden Autos.

Was ist beim E-Scooter besonders wichtig?

Prüfe vor dem Start Bremsen und Bedienung, fahre allein und trage einen passenden Helm. Beachte die zulässigen Verkehrsflächen und stelle den Scooter ohne Behinderung anderer ab. Für die Teilnahme am öffentlichen Verkehr ist der vorgeschriebene Kfz-Haft­pflichtschutz erforderlich. Eine Privathaftpflicht ersetzt diesen nicht.

Wie kann ich Kinder auf den Schulweg vorbereiten?

Gehe die Strecke mehrfach gemeinsam zu den üblichen Zeiten ab und übe sichere Querungsstellen. Wähle einen gut überschaubaren Weg und vereinbare Verhalten bei Verspätung oder Schwierigkeiten. Ob ein Kind allein gehen kann, hängt von seiner Entwicklung und der konkreten Strecke ab.

Wie verhalte ich mich sicher an Bahnsteigen und in Bus und Bahn?

Beachte Sicherheitsmarkierungen, halte Abstand zur Kante und nutze beim Stehen einen sicheren Halt. Betritt niemals Gleise und nutze nur vorgesehene Übergänge. Bei einem Gegenstand im Gleisbereich verständigst Du Personal, statt ihn selbst zurückzuholen.

Was hilft, wenn ich unterwegs bedroht oder bedrängt werde?

Suche soweit möglich Abstand, Nähe zu anderen Menschen oder zum Personal. Bitte eine konkrete Person um Hilfe und vermeide eine körperliche Auseinandersetzung. Bei akuter Bedrohung rufe 110; bei schweren Verletzungen oder einem medizinischen Notfall 112.

Was hat nach einem Verkehrsunfall Vorrang?

Achte auf Deine eigene Sicherheit und sichere die Unfallstelle nur soweit gefahrlos möglich. Bei Verletzten oder medizinischen Notfällen rufe 112 und leiste Erste Hilfe nach Deinen Möglichkeiten. Dokumentation und Versicherungsfragen folgen, sobald Menschen versorgt und weitere Gefahren begrenzt sind.

Bin ich auf privaten Wegen gesetzlich unfallversichert?

Der gesetzliche Schutz hängt von einer versicherten Tätigkeit und dem Zusammenhang des Weges damit ab, etwa bei bestimmten Arbeits- oder Schulwegen. Gewöhnliche private Freizeitwege sind regelmäßig nicht erfasst. Eine private Unfall­ver­si­che­rung kann ergänzend vereinbarte Leistungen für Unfallfolgen bieten.

Hilft eine Haft­pflichtversicherung auch bei unberechtigten Forderungen?

Ja. Die Haft­pflicht prüft, ob Du nach dem versicherten Risiko zum Schadenersatz verpflichtet bist. Sie ersetzt berechtigte Forderungen im vereinbarten Umfang und wehrt unberechtigte Forderungen ab. Ob Privathaftpflicht oder Kfz-Haft­pflicht zuständig ist, hängt insbesondere von der Fahrzeugart und der Situation ab.

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Persönlich besprechen

Sicherer unterwegs sein. Deinen Schutz persönlich klären.

Ob Alltagswege, Familienausflug oder regelmäßige Fahrt zur Arbeit: Ich prüfe mit Dir, welche Versicherungen zu Deiner Mobilität passen und welche Leistungen für Unfallfolgen vereinbart sind.

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